Die Lesbeninsel: Eine Einführung
Es ist 2025 – und es gibt immer noch Lesben, die nie auf Lesvos waren? Fatal! Das kann so nicht bleiben. Also fliegt Lesvos Air ab sofort drei Mal die Woche zur Insel – exklusiv für Lesben. Nur füllen sich die Sitze des Flugzeugs nicht; ist Lesbe sein nicht mehr in?
Das ist die Frage, die ich mir stellte. Nicht ganz ernsthaft, aber doch. Was ist das denn nun mit der lesbischen Insel? Was soll das überhaupt sein: eine “lesbische” Insel? Sind da nur Lesben? Wie viele? Wie oft? Und was machen die da das ganze Jahr?
Fragen über Fragen. Also:
Autorin Joey Juschka macht sich auf den Weg, um das zu erforschen, und die lesbische Insel gleich mit. Ein Jahr verbringt sie da und erkundet das Lesbenleben der Sappho-Heimat, von September-Ärschen zum November-Regen, von Dezember-Fütterung zur Februar-Isolation, von März-Pornos zum Mai-Schnaufen, von Juni-Stränden zu August-Heteros, und wieder zurück.
Und dann hatte ich den Salat:
Lesben auf der Lesbeninsel – voll das Klischee! Und lesbisch natürlich. Und queer. Und sapphisch. Und überhaupt.
Was dann kein Salat mehr war, sondern eigentlich entstand:
Ein Reiseführer der kurzen Geschichten, auch mal ohne Lesben drin, dafür mit Touris, die zu viel duschen, Griechen, die sich keine Swimmingpools leisten können, und Unterwasserpussys, die im Oktober vor der besten Bar der Welt erscheinen.
Da sag ich nur:
Hurra! Let’s go!
Und damit ist der Klappentext des Buches zu Ende.
Ein Buch über die Lesben auf der Lesbeninsel
Jawoll also: Es gibt nicht nur die Insel, diese mysteriöse „Lesbeninsel“, sondern auch ein Buch über sie.
Und du hast jetzt den Klappentext des Buches gelesen, bis zum Ende – das ist toll.
Willst du noch mehr über das Buch wissen?
Also, es ist nicht nur ein Jahr auf der Insel, von September bis September, sondern auch:
- 90 Bilder sind im Buch drin!
- Und es ist zweisprachig – Deutsch-Englisch.
- Und: Zwei Bonuskapitel kamen unverhofft noch dazu.
12 Monate, plus zwei Bonuskapitel – macht 14 Kapitel.
Ähem: Es gibt noch mal zwei Kapitel extra: Anreise, Abreise.
Und dann noch eins, das mit “Lesvos Air”. Diese Fluggesellschaft, die es leider nicht gibt. Oder vielleicht auch: zum Glück nicht gibt.
Denn so ist das auch mit der Insel: Es ist toll, dass es sie gibt, und immer mehr Menschen (nicht nur Lesben) sie neu entdecken – und gleichzeitig wird es langsam zu voll.
Zu teuer, zu touristisch, mit all den Problemen, die dadurch entstehen.
Wohnungsknappheit für die Einheimischen; Preise, die dem griechischen Durchschnittslohn nicht entsprechen; die Welt angekommen im Dorf.
Über all das hab ich auch im Buch geschrieben:
- Im Januar: “Kalte*s, klare(s) (Wasser) Worte”
- Im März gibt es einen “Ruf zu verlieren”
- Im Juni: “Cocktailbedarf in Ruinen”
- Im Juli: “Auch Sie können mitverdienen!”
So ein paar der Kapitelüberschriften.
Nicht nur leicht-locker-fluffiger Reiseführer (“Wie ein Soufflé!”, wie eine Leserin sagte), sondern auch ein Blick hinter die Kulissen des griechischen Insel-Paradieses.
Die geheime Motivation, ein Buch über Lesbos zu schreiben
Noch ein Buch über die Insel möchte ich aber nicht schreiben. Außer: „Klopapier“! An dem arbeite ich gerade; demnächst mehr hier, oder noch besser: per Newsletter.
Holst du dir hier:
Allerdings ist „Klopapier“ Fiktion. Ein Krimi. Dennoch: Auf der Insel angesiedelt.
Und ohne meine „Klopapier“-Idee gäbe es das Buch „Lesbos Lesvos“ nicht!
Das ist das Geheimnis, das ich dir hier jetzt verrate: Ich kam mit „Klopapier“ nicht voran.
Tage und Wochen: Idee im Hirn. Aber nix floss von Hirn auf Papier.
Was macht eine schlaue Autorin da?
Sie schreibt erst mal ein anderes Buch!
Nahe genug dran an dem, was sie gerade nicht kann – sozusagen als Vorspiel.
Schon mal üben: Das Setting, die Menschen, die Natur, die Stimmung … Dorf und Strand, Berge und Schafe, Katzen und Lesben und Fleischer und Hackbeil …
Und so entstand „Lesbos Lesvos“.
Und so: Jetzt ist es raus, mein kleines Geheimnis.
Und wie gesagt: „Klopapier“ gibt es noch nicht. Aber das Eis ist gebrochen; ich hab geübt (ein ganzes Buch lang!), und aktuell sitze ich nun an diesem zweiten Buch über die Insel.
Das Cover des Lesbenbuches
Aber noch mal zurück zum Buch, das es über die griechische Insel bereits gibt. Das Cover fehlt ja noch!
Und vielleicht die Erklärung, warum es von September bis September geht, statt ordentlich Januar-Dezember. Das ist so, weil: Festival!
Seit 25 Jahren gibt es da eins, ein Festival für Frauen.
Und auch ich kam im September das erste Mal auf die Insel, nicht vor 25 Jahren, sondern erst vor sehr kurzem; und ich tat das, wovon ganz viele träumen, die schon so lange kommen: Ich blieb.
Von September bis … Na ja, immer noch. Irgendwie.
Und jetzt aber endlich mal das Cover des Buches; da siehst du schon ein paar ganz schöne Inselmomente:

Lesbische Fotos im Buch
Ursprünglich waren jedem Kapitel vier Fotos vorangestellt. So ergab sich das Cover – vier Fotos von … Ich muss mal nachschauen. Es war der Monat …
Nee, es ist eine Mischung. Ein bisschen Mai, ein bisschen November, ein bisschen Januar; und ein Foto, das später noch dazu kam, als wir (Verlag und ich) diese strikte Foto-Voranstellung über den Haufen schmissen.
Nicht mehr Foto – Kapitel – Foto – Kapitel. Jetzt gibt’s alle Fotos als eigene Geschichte in der Mitte des Buches, zwischen den beiden Sprachversionen, zwischen Deutsch und Englisch.
Weil die Fotos aber mal speziell für die einzelnen Kapitel gedacht waren, extra für sie ausgesucht, um Text visuell zur Seite zu stehen, gibt’s nun eine recht abgefahrene Auswahl von Fotos für einen Reiseführer (zum Beispiel vier Fotos, wo nichts anderes als Schuhe drauf sind – ursprünglich vom Kapitel November, “Der Tag, an dem es Schuhe regnete”).
Aber auch das passt haargenau auf diese Insel hier – eine Insel, wo man nichts planen kann, weil eh immer alles anders wird.
Wo manche Sachen übelst lange dauern – und andere über Nacht entstehen.
Wie das Cover: Das musste ganz schnell in Druck. Also nahmen wir, was wir hatten. Eine Vierer-Kombi an Fotos.
Ein letzter Fakt über die griechische Lesbeninsel
Apropos Sachen, die ganz schnell entstehen: Hier stürmt es plötzlich. Gerade noch Sonnenschein; jetzt Grollen. Donner. Wind. Sturm.
Ich muss aufhören zu schreiben und meine Wäsche aus der Eben-noch-Sonne retten.
Denn ein letzter Fakt über Lesvos an dieser Stelle: die Luftfeuchtigkeit. 60 Prozent, 70 Prozent, mitunter mehr.
Und das bedeutet: Lass Wäsche nie nie nie nie nass regnen. Sonst wird sie nie nie nie nie wieder trocken.
Also: Ich rette jetzt die Wäsche … und du … liest das Buch? Ist das ein guter Deal?
Dann schau mal: Das Buch zum Lesen findest du hier: “Lesbos Lesvos – das Lesbeninselbuch” (beide Sprachversionen in einem, Deutsch-Englisch; plus 90 Fotos).
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Rezension zum Buch
PS: Rezension zum Buch hinterlassen? Das würde mich freuen!
Daran mangelt es nämlich noch.
Am besten auf Amazon (ja ja, ich weiß: böse-böse und so. Aber da lesen die meisten eben rein, wenn sie wissen möchten, wie andere Leser ein Buch so fanden.)
Also: Wie fandest du/ findest du “Lesbos Lesvos”?
Schreib’s mir hier hin: Rezension auf Amazon hinterlassen.
PPS: Danke!



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